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Web 2.0 - Der Verband im Echtzeit-Dialog

Warum Social Networking die Kommunikationsarbeit von Verbänden, Kammern und Non-Profit-Organisationen dauerhaft beeinflussen wird

Social Networking ist für die Verbandskommunikation ein langfristig relevantes Thema. Bereits heute verzeichnen Twitter, Facebook, Xing & Co. weltweite Benutzer-Zahlen in Milliardenhöhe. Vielen Verbänden sind die Potentiale, die sich durch eine systematische Bearbeitung von Social-Media-Kanälen erschließen lassen, durchaus bekannt. Jedoch dominiert die Zurückhaltung in der Umsetzung konkreter Teilnahmekonzepte.

Funktionale Verwandtschaft von Social Networking und Verbandsarbeit

Betrachtet man die „Netzwerkarbeit“ als originäre Leistung eines Verbandes und die „Kommunikation“ als seine Kernkompetenz, so wird deutlich, dass der Verband dem Thema Social Media näher steht als viele andere Institutionen. Verbandsarbeit und Social-Web-Interaktion verbindet insbesondere

  • die Grundidee einer demokratisch aufgestellten Interessengemeinschaft,
  • das systematische Verbreiten mitgliedsrelevanter Informationen,
  • das nachhaltige Prägen eines öffentlichen und politischen Meinungsbildes.

Nahezu alle wichtigen Handlungsfelder des Verbandes lassen sich durch eine gezielte Positionierung im sozialen Netz unterstützen. Dabei berührt Social Networking das Mitgliederbeziehungsmanagement, das Marketing und die Öffentlichkeitsarbeit.

Für diese Bereiche eröffnen sich neue Potentiale im offenen Dialog mit in- und externen Zielgruppen aufgrund

  • der hohen Reichweite und Geschwindigkeit der Kommunikation („Echtzeit-Dialog“)
  • der schnellen Verbreitung von Informationen („Viraler Effekt“)
  • des hohen Involvements aller Beteiligten (geringerer „Streuverlust“)


Identifikation durch Interaktion - neue Wege der Mitgliederbindung

Die Bereitschaft, einem Verband beizutreten bzw. eine Mitgliedschaft fortzusetzen, hängt maßgeblich von den Faktoren leistungsbezogener Nutzwert der Mitgliedschaft und der persönlichen Identifikation mit dem Verband ab. Der Einsatz sozialer Medien ermöglicht es, Anliegen und Interessen seiner Zielgruppe zeitnah zu ermitteln und zügig darauf zu reagieren.
Auf dieser Grundlage lässt sich ein differenziertes Leistungsangebot entwickeln, das sich flexibler am Bedarf der Mitglieder ausrichtet. Ein zusätzlicher Mehrwert ergibt sich aus den nahezu unbegrenzten Interaktionsmöglichkeiten im sozialen Netzwerk. Diese erlauben einen kontinuierlichen Dialog zwischen den Mitgliedern und eine unmittelbare Einflussnahme auf den Informationsfluss im Verband. Deutlich effektiver als konventionelle Image-Arbeit fördert hier eine aktive Mitgestaltung der Verbandskommunikation die persönliche Identifikation mit dem Verband. Voraussetzung für eine positiv wahrgenommene Präsenz im Web 2.0 sind Transparenz, Authentizität und Kompetenz im Umgang mit den Beiträgen der Community; eine prozessuale Anpassung der Verbandskommunikation wird dadurch erforderlich.

Vernetztes Handeln - die Zukunft bleibt interaktiv

Warum die Besetzung kommunikativer Handlungsfelder im Internet für Verbände immer wichtiger wird, erklärt unter anderem die auffällige mediale und soziodemographische Entwicklung in den vergangenen Jahren:

  • Das Angebot diversifizierter Social-Media-Kanäle wächst rasant und differenziert sich rasch weiter
  • Gleichzeitig steigen Benutzer-Zahlen weltweit exponentiell an
  • Nahezu alle gesellschaftlichen Gruppen sind im Social Web aktiv, mit hohem Zuwachs bei Anwendern ab 50 Jahren.


Die Weiterentwicklung sozialer Netzwerke markiert damit einen grundsätzlichen, irreversiblen Wandel im gesamtgesellschaftlichen Kommunikationsverhalten. Konventionelle Interaktions- und Informationsmaßnahmen werden ohne Berücksichtigung aktueller Online-Formate an Relevanz verlieren. Der synchrone Echtzeit-Dialog hingegen etabliert sich als strategisch wichtiges Instrument im Kunden- bzw. Mitgliederbeziehungsmanagement. Je schneller der Verband auf diesen Umstand reagiert, desto effektiver lassen sich die vielfältigen Chancen des neuen Online-Dialogs zum Wettbewerbsvorteil ausbauen.

Gerne unterstützen wir Sie mit unserem Beratungs-Know-How und unseren IT-Lösungen bei der Erschließung der vielfältigen Kommunikationsmöglichkeiten von Web 2.0. Rufen Sie uns an oder nehmen Sie per Formular Kontakt mit uns auf.

 
 

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